Gibt es gutes und schlechtes Cholesterin?

Gibt es gutes und schlechtes Cholesterin?

Cholesterin und unsere Gesundheit

HDL (High Density Lipoprotein) & LDL (Low Density Lipoprotein) und ihre Aufgaben

Da viele Stoffwechselprozesse in unserem Körper, ohne Cholesterin nicht stattfinden können gehört es zu den lebensnotwendigen Stoffen. Es bildet die Grundsubstanz für lebenswichtige Hormone (zB Cortisol) und hilft unsere Zellfunktionen aufrecht zu erhalten.

Ohne Cholesterin wären wir nicht lebensfähig, was besonders wichtig zu bedenken ist, wenn wir versuchen den Cholesterinspiegel zu senken. Das HDL-Cholesterin "sammelt" das durch die Nahrung zugeführte und verbrauchte Cholesterin und transportiert es in die Leber. Die Leber spielt eine zentrale Rolle beim Cholesterinstoffwechsel, in ihr wird das Cholesterin weiterverarbeitet, gespalten und resynthetisiert. Die Leber bildet Gallensäuren, die ausgeschieden und danach zu einem großen Teil wieder aufgenommen werden und "freies" Cholesterin, welches in der LDL-Form zu den Zellen transportiert wird, die Cholesterinrezeptoren besitzen. Dies ist enorm wichtig zu wissen, da sich ca. 95% des Cholesterins in unserem Körper in den Zellen und nur 5% außerhalb befinden und unser Körper ca. 10 Millionen Zellen pro Sekunde neu bildet - unser ganzes Leben lang.

Erhöhter Cholesterinspiegel - was tun?

Bei dieser Frage ist guter Rat teuer, im Folgenden habe ich versucht darzustellen wie wichtig und sensibel der Lipidstoffwechsel für den Körper ist.

In den modernen Industrieländern nehmen sehr, sehr viele Menschen künstliche Cholesterinsenker zu sich, meistens um den LDL-Cholesterinspiegel zu senken, der HDL-Cholesterinspiegel sollte dabei jedoch stabil bleiben oder sogar steigen. Die synthetischen Cholesterinsenker setzen meist CSE-Hemmer (Cholesterinsyntheseenzymhemmer) ein, die massiv in den normalen Cholesterinstoffwechsel eingreifen. Dies greift massiv in die empfindlich ausbalancierten Stoffwechselvorgänge ein, was wir häufig nicht bedenken.

Ein trauriges Beispiel einer Fehlentwicklung eines Medikaments, welches in Europa und den USA zunächst zugelassen und dann vom Markt genommen werden musste, ist Lipobay®. Es kam zu hunderten Todesfällen und noch mehr Krankheitsfällen. Die meisten herkömmlichen, chemischen Cholesterinsenker sind leider aus der gleichen Substanzgruppe der "Statine", sie bedeuten für die Pharmaindustrie ein Milliardengeschäft. Man sollte bedenken, dass synthetische Cholesterinsenker von Schwangeren nicht eingenommen werden dürfen, da sie zu Schädigungen des Kindes (Gehirn) führen können. Bei Erwachsenen kann es zu Muskelschmerzen, Leberschädigungen, bis zum Zerfall von Muskelzellen (auch des Herzens) kommen, außerdem der Senkung der Gedächtnisleistung und der Aufmerksamkeit. Sogar manche Studien sprechen davon, dass die Einnahme von Statinen zu einer Erhöhung der Krebsrate führen können, andere Studien sprechen wiederum vom Gegenteil.

Ich bitte Sie, trotz allem Respekts gegenüber Ärzten, kritisch zu bleiben. Sicherlich ist es schwer seinem Hausarzt zu widersprechen, wenn dieser künstliche Cholesterinsenker verschreiben möchte, doch nehmen Sie sich Zeit sich zu informieren und die Einnahme oder mögliche Alternativen mit einem Arzt Ihres Vertrauens zu besprechen.

Wie kann die Natur helfen?

Die Naturmedizin versucht immer den Ursachen auf den Grund zu gehen. Wenn der Lipidstoffwechsel aus den Fugen geraten ist, kann das viele Ursachen haben. Möglich wären zum Beispiel eine ungesunde Ernährung, Übergewicht, Bewegungsmangel, der Genuss von Drogen, Alkohol und Zigaretten, Schlafstörungen, genetische Ursachen, die Liste ist lang. Ich habe für sie aus den vielen Tipps für diesen Artikel einige wichtige ausgewählt, damit Sie sich in Ihrem Körper wieder wohl fühlen können. Viele weitere Ratschläge finden Sie auf unserer Website.

Gesunde Öle und Cholesterin

Billig, billiger… minderwertig., so lassen sich viele Lebensmittel aus dem Supermarkt bezeichnen, vor allem aber raffinierte Öle. Speiseöle, auch die aus pflanzlicher Herkuft, können in unserem Körper zu Entzündungen führen. Dafür verantwortlich ist das Verhältnis zwischen Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren und die Art ihrer Verarbeitung. Raffiniertes Sonnenblumen-, Maiskeim-, oder Distelöl, billige Öle, schaden Ihrer Gesundheit. Konsumieren wir diese Öle, entstehen in unserem Körper Entzündungen, die wiederum die Ursache vieler Erkrankungen sind (auch Gefäßverkalkungen), außerdem steigt der Cholesterinspiegel an.

Wie sieht der Kreislauf zwischen ungesunden Ölen, Entzündungen und hohem Cholesterin aus?

Es ist relativ einfach, wenn Öle einen langen Raffinationsprozess hinter sich haben und diese auch noch ein schlechtes Verhältnis zwischen Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren aufweisen, führt das in unserem Körper zu Entzündungen. Diese können sich auf fast alle Organe ausbreiten, aber vor allem auf unsere Gefäße. Als Reaktion darauf muss unser Körper ein eigenes Hormon produzieren, das als "Feuerwehr" auf diese "Brände" - Entzündungen reagiert um diese zu löschen. Dieses Hormon heißt Cortisol und wird in den Nebennierenrinden gebildet. In der Medizin werden Cortisonprodukte verwendet, um Entzündungen in den Griff zu bekommen. Um Cortisol zu produzieren, benötigen die Nebennierenrinden Cholesterin. Je mehr Cortisol produziert werden muss, desto mehr Cholesterin wird gebraucht und von der Leber zur Verfügung gestellt. Es sind einfache Mechanismen die hier ablaufen: Mehr Nachfrage… mehr Angebot. Was uns aus der Wirtschaft geläufig ist, erkennen wir an unserem Körper anscheinend nicht. Die Erhöhung des Cholesterinspiegels ist also eine reine Notmaßnahme des Körpers, damit genug Cortisol gebildet werden kann. Das optimale Verhältnis zwischen Omega-3-Fettsäuren und Omega-6-Fettsäuren in Ölen, liegt bei 1:5. Herkömmliche, billige Speiseöle weisen oft einen Faktor von 1:130 auf, wie zum Beispiel Sonnenblumenöl oder Distelöl.

Was kann man tun um diesem Kreislauf entgegen zu wirken?

Für die Gesunderhaltung der Gefäße und sogar Rückbildung von Gefäßschäden empfehle ich:

  1. Den Konsum von ungesunden Ölen gänzlich zu meiden. Ungesundes Öl gießt quasi "Öl ins Feuer" der Entzündungen.
  2. Den Konsum von Fleisch zu reduzieren.
  3. Pflanzliche Lebensmittel zu bevorzugen.
  4. Den Umstieg auf Öle, die ein gesundes Verhältnis zwischen Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren aufweisen. Zum Beispiel Walnussöl, Rapsöl, Olivenöl, Chiasamenöl und die Öle von bestimmten Fischarten (Kaltwasserfische) gehören dazu.

Krillöl, schützt Gefäße, Herz und Gehirn

Neben den schon genannten Fischölen, hat sich in den letzten Jahren ein Produkt aus der Antarktis bewährt, welches in der Lage ist unseren Cholesterinspiegel zu balancieren. Es handelt sich um Krillöl. "Krill" sind kleine Krebse, die in den Antarktischen Gewässern leben und Walen und Pinguinen als Nahrung dienen. Sie stellen eine der erfolgreichsten Biomassen der Welt da. Die Einnahme von Krillöl führt zu einer Balance unseres Cholesterinspiegels und ganz "nebenbei" werden auch diverse Entzündungen erfolgreich gehemmt. Der Grund dafür ist Astaxanthin, der Farbstoff und außerordentliches Antioxidans, den die Rotalge produziert. Diese wiederum ist das einzige Nahrungsmittel des Krills und verleiht ihm seine rote Farbe. Wie schon besprochen, sind Entzündungen im Körper die Grundlage vieler Erkrankungen. Die Einnahme von Krillöl schlägt zwei Fliegen mit einer Klappe. Der Cholesterinspiegel wird normalisiert und Entzündungen reduziert. Außerdem ist Krillöl weit besser verträglich als das bekannte Fischöl, es kommt zu keinem unangenehmen Aufstoßen und kann von den Zellen besser verarbeitet werden. Die Rückmeldungen die ich nach dem Einsatz von Krillöl erhalte, reichen von erstaunlichen Rückgängen von Gefäßverkalkungen hin, bis zur deutlichen Reduktion der Beschwerden bei Karpaltunnelsyndrom (auch von anderen Gelenkproblemen), hyperaktive Kinder werden ruhiger und depressive Menschen finden eine Linderung ihrer Beschwerden, da Omega 3 Fettsäuren die Grundlage für unseren Gehirnstoffwechsel sind.

Ballaststoffe und Bitterstoffe, sagenhaft für unseren Cholesterinspiegel

Wie bereits ausgeführt, ist die Leber die Drehscheibe unseres Cholesterinstoffwechsel. Sie nimmt das Cholesterin aus der Nahrung auf, sie scheidet mit Gallensäure Cholesterin aus und in ihr endet der Weg des HDL; und beginnt der Weg des LDL Cholesterins. Als so wichtige Schnittstelle zwischen Aufnahme, Verwertung und Abgabe des Cholesterins, sollten wir versuchen die Leber in ihrer wertvollen Arbeit zu unterstützen.

Ein gesunder Darm und eine regelmäßige Verdauung hat einen großen Einfluss auf den Cholesterinhaushalt. Wir sollten dafür am Tag ca. 30 Gramm an Ballaststoffen zu uns nehmen, besser sogar 40 Gramm, tatsächlich sind es bei den meisten Menschen kaum einmal 10 Gramm. Die Ursache darin liegt im Übertriebenen Konsum von billigen Kohlenhydraten wie Weißmehl und raffiniertem Zucker. Wenn dem Darm aber Ballaststoffe fehlen, dann können die Gallensäuren nicht im richtigen Ausmaß ausgeschieden werden und werden vermehrt wieder in die Leber aufgenommen. Wie bereits besprochen, besteht Gallensäure jedoch unter anderem aus Cholesterin, somit wird bei einer ballaststoffarmen Ernährung Cholesterin vermehrt durch die Darmschleimhaut wieder aufgenommen. Die positive Wirkung von Ballaststoffen zeigt sich auch in der schnelleren Passage des Nahrungsbreis durch den Darm und der Förderung der lebensnotwendigen Darmbakterien. Man spricht dabei von einer präbiotischen Wirkung. Seriöse Studien zeigen den Zusammenhang zwischen einem balancierten Fettstoffwechsel und dem Konsum von Ballaststoffen deutlich auf. Ich rate ihnen zur regelmäßigen Einnahme von Bio Akazienfaser, als zusätzliche Ballaststoffquelle und auch zum Aufbau der Bakterien im Dickdarm. Der Verzehr von Joghurt ist zu wenig, um die Flora des Dickdarms aufzubauen oder zu verbessern setze ich gerne Lactobacillus Darmbakterien ein. Dieser Bakterienstamm ist sehr gut erforscht, schafft die Magen-Darmpassage und ist sogar resistent gegen viele Antibiotika.

Ein weiterer, wichtiger Tipp um den Darm und die Leber zu unterstützen, ist der Konsum von Bitterstoffen. Diese so wichtigen Stoffe, wurden fast vollständig aus unserer Ernährung verbannt. Ohne zu wissen was wir uns damit antun, verzichten wir auf den bitteren Geschmack im Mund. Die Leber reagiert positiv auf Bitterstoffe, da sie die Verdauung anregen und helfen die Gesundheit der Gefäße zu erhalten. Der Extrakt aus Olivenblättern hat einen besonderen Stellenwert dabei, da er besonders viele Bitterstoffe enthält und außerdem das wertvolle Oleuropein. In den Olivenblättern ist Oleuropein um den Faktor 3000-mal mehr vorhanden als im Olivenöl. In unserem Olivenblattextrakt haben wir nebst dem Extrakt mit Oleuropein noch einen zweiten Extrakt mit Hydroxytyrosol enthalten, dessen positive Wirkung auf die Blutfette sogar bereits von der EU anerkannt ist.

Übrigens sollte ein Olivenöl auch leicht bitter schmecken. Die Produkte aus dem Supermarkt tun dies meistens nicht mehr und haben somit viel von ihrer Wertigkeit verloren.

Herzlichst,

Dr. med. Michael Ehrenberger

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