Homocystein, Risikofaktor für Ihre Gefäße

Homocystein, Risikofaktor für Ihre Gefäße

Wie B-Vitamine den Homocysteinspiegel senken

Während Cholesterin bekannt ist und die Bestimmung im Blut schon zur Routine wurde, ist der Risikofaktor Homocystein noch vielen Menschen unbekannt, darunter auch Ärzten. Falls der Homocysteinspiegel zu hoch ist, dann kann er zu einem Problem werden und zu Gefäßschäden führen. Die Behandlung ist einfach, vielleicht zu einfach für die pharmazeutische Industrie, denn man kann sie nicht patentieren lassen.

Es war vor fast 20 Jahren, da hörte ich zu ersten  Mal den Begriff Homocystein. Ich kann mich noch  genau erinnern. Es war in Grado bei einem Symposium und ich konnte damit nichts anfangen. Die Zeiten aber wandeln sich und inzwischen ist mehr über Homocystein bekannt.

Bei Homocystein handelt es sich um eine Aminosäure, genauer gesagt, um das Abbauprodukt von Methionin. Der Stoff wurde bereits 1932 entdeckt, aber erst in den 60er-Jahren erkannte man den Zusammenhang von Homocystein und manchen Krankheitsbildern.

Homocystein wird im Normalfall im Körper recht rasch entsorgt. Entweder scheidet die Niere den Stoff aus oder er wird wiederverwertet und in eine andere Aminosäure umgewandelt. Normalerweise geschieht dies in der Leber oder der Niere. Der Körper benötigt dazu ein Enzym, die Betain-Homocystein-Methyltransferase.

Wodurch kann der Homocysteinspiegel zu hoch werden?

Für so eine Situation gibt es verschiedene Ursachen. Eine Ursache ist ein angeborener Gendefekt. Hierbei ist der Abbau von Homocystein stark verlangsamt. Es kommt zu einer vermehrten Ausscheidung von Homocystein durch die Niere, einer sogenannten Homocysteinurie. Kinder, die mit einem solchen Gendefekt geboren wurden zeigen, je nach Ausprägung, verschiedene Symptome. Diese können sich in psychomotorischen Störungen, Kurzsichtigkeit, Epilepsie, Osteoporose und Gefäßproblemen äußern. Diese Krankheit ist relativ selten.

Die zweite Ursache liegt darin, dass der Vitamin-B-Spiegel im Körper zu niedrig ist. Dies kann verschiedene Ursachen haben. Die wichtigsten Ursachen sind der übermäßige Konsum von Alkohol, Stress, Leberprobleme, die Einnahme der Antibabypille, Magenbeschwerden und eine strenge vegane bzw. vegetarische Lebensweise. Die B-Vitamine 6, 12 und Folsäure regen den Stoffwechsel von Homocystein an und senken so den Spiegel im Blut. In den bereits erwähnten Fällen kann der Homocysteinspiegel steigen und Entzündungen in unseren Gefäßen verursachen, die Folgen sind bekannt.

Der Vitamin-B-Zyklus

Der Begriff Vitamin B ist eigentlich irreführend. Es handelt sich dabei um acht Vitamine, die in eine Substanzklasse zusammengeführt wurden. Das wichtigste Vitamin für die Balance des Homocysteinspiegels ist Vitamin B12, es kommt fast ausschließlich in Fleisch, Milch und Eiern vor. Es kann nur von Mikroorganismen gebildet werden (Bakterien) und wird in den Körper mit Hilfe eines Stoffes aufgenommen, der im Magen gebildet wird.

Vitamin B12 kann im Körper, im Gegensatz zu vielen anderen Vitaminen, gespeichert werden. Ein Mangel tritt erst nach 5 - 7 Jahren in Erscheinung.

Fehlt jedoch Vitamin B12 im Körper, dann kommt es zu einer Beeinträchtigung verschiedener Stoffwechselprozesse, u.a. dem Anstieg des Homocysteinspiegels. Wie schon gesagt, kann dies zu gravierenden Gefäßproblemen und in weiterer Folge zu Herzproblemen führen.

Wer sollte den Homocysteinspiegel im Blut messen lassen?

Kurz gesagt: Jedermann! Die Messung ist leider in Österreich nicht gratis, sie kann aber im Zuge einer Gesundenuntersuchung (kostenpflichtig) durchgeführt werden. In Österreich kostet sie ca. 20.- EUR. Manche Labors bieten sie bereits kostenlos an. Besonders lege ich meinen Patienten die Messung ans Herz, die bereits Gefäßprobleme haben, unter Diabetes leiden, eine ungesunde Lebensweise führen, neurologische Symptome zeigen, unter Magenbeschwerden leiden oder Probleme mit der Leber haben. Sinnvoll erscheint es, dass man gleichzeitig den Vitamin-B-Spiegel bestimmen lässt, ein Stich ... zwei Werte! Bitte lassen Sie sich nicht von einem Arzt abhalten diesen Wert bestimmen zu lassen, die „Therapie“ ist einfach, kostet wenig und bringt enorm viel.

Vitamin B Substitution!

In der heutigen Zeit erscheint mir, als praktischen Arzt, eine Vitamin-B-Substitution fast als unausweichlich. Ehrlich gesagt: Wer hat keinen Stress, wer leidet unter keiner Belastung von Zigarettenrauch oder Smog, wer lebt noch ruhig sein Leben, ohne Produkte aus dem Supermarkt und wer nimmt keine Medikamente ein? Lesen Sie sich diese Liste ruhig noch einmal durch und entscheiden Sie dann für Ihr Leben. Vorsichtige Schätzungen gehen derzeit davon aus, dass ca. 40 % der Bevölkerung einen Vitamin-B-Mangel haben. Dies kann zu einem erhöhten Homocysteinspiegel führen, somit sind Gefäße und das Herz in ihrer Gesundheit beeinträchtigt. Vor allem ein Mangel an Vitamin B12 kann sich fatal auswirken.

Vitamin B ist ein wasserlösliches Vitamin. Dies bedeutet, dass man es nicht überdosieren kann, es wird durch die Niere wieder ausgeschieden, wenn der Körper zu viel davon bekommen sollte. Natürlich stellt sich sofort die Frage: „Welches Vitamin B soll ich denn einnehmen?“ Nun, wir von der "Natur heilt"-Redaktion sind uns da natürlich einig. Nur natürliche Vitamine können im Körper ihre Aufgabe erfüllen. Synthetische Vitamine sind höchstens dritte oder vierte Wahl, wenn überhaupt. Manche isolierte Stoffe richten sogar Schäden in unserem Körper an. Ich kann es nicht oft genug betonen, in dem Wort Vitamin steckt Vita (lat.: Leben).

Ich empfehle meinen Patienten immer den Vitamin B-Komplex forte aus Quinoakeimlingen oder gleich in Kombination mit Vitamin C und D im Natur-Multivitamin 10+. Beide Naturprodukte enthalten einen Komplex der B-Vitamine, die den pflanzlichen Prozess durchlaufen haben und dabei eine pflanzliche Molekülkette gebildet haben. Ein lieber Freund von mir, Mag. Norbert Fuchs, hat, in Zusammenarbeit mit seinem Team, die Herstellung seines solchen Vitamin-B-Komplexes möglich gemacht. Naturnah, effektiv und sinnvoll, besser kann man diesen Komplex nicht beschreiben. Immer wieder habe ich erlebt, dass die konsequente Einnahme von Vitamin B den Homocysteinspiegel senkt. Im Falle vom Natur-Multivitamin ist noch natürliches Vitamin C aus der Acerolakirsche und Vitamin D aus Champignons enthalten. Je natürlicher das Vitamin ist, desto schneller, anhaltender und effizienter ist die Wirkung. Vorbeugen ist besser als heilen – dies gilt auch für die Vitamin-B-Zufuhr!

Wann sollte man B-Vitamine zu sich nehmen?

  • bei Herz- bzw. Gefäßproblemen
  • bei Überlastung durch Stress „Burn out“
  • bei Konzentrationsproblemen
  • bei peripheren Problemen mit den Nerven (Carpaltunnelsyndrom, Bandscheibenproblemen)
  • bei Fehlernährung
  • bei Nikotin- und Alkoholabusus
  • bei Diabetes
  • bei reiner veganer Kost
  • in der Schwangerschaft

Bitte achten Sie auf die Reinheit des Produktes und darauf, dass alle 8 B-Vitamine enthalten sind!

Herzlichst,

Dr. med. Michael Ehrenberger

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